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Paphos

 

Die Burg - (c) WoCle Mitglied des Zypern-Forum.deMythen bewegen sich für gewöhnlich im Reich des Nachvollziehbaren. So mag es nicht verwundern, dass die bezaubernde Aphrodite, Göttin der Schönheit und Liebe, ausgerechnet an der Küste vor Paphos den schäumenden Wellen entstieg.

In Paphos, der kleinen Stadt mit etwa 50'000 Einwohnern im Südwesten der Insel, vereinen sich Zyperns vorzüglichste Eigenschaften. „Zypern in einer Nussschale“ möchte man fast meinen… Kein Wunder, dass es sich bei dieser Ansammlung historischer Sehenswürdigkeiten um ein Weltkulturerbe der UNESCO handelt. Neolithikum, Antike, Mittelalter; Byzantinische, Venezianische, Osmanische Kunst findet man hier. In Stein gemeißelte Denkmäler, die von der ereignisreichen Geschichte Zyperns berichten.

Markthalle in Paphos - (c) Thomas Mitglied des Zypern-Forum.deAber damit nicht genug: Paphos unterhält auch einige Naturparks und Tiergärten, hat wunderschöne Wanderwege zum Erkunden der unberührten Landschaft, und sogar eine riesige Wassersportanlage (sog. Aphrodite Water Park).

Im Hafen der Stadt befindet sich die imposante Festung, die einst von den Byzantinern erbaut, später restauriert und verstärkt, von den Türken zur Verteidigung verwendet wurde. Unweit davon stehen die, aus dem 3Jh.n.Chr. stammenden, berühmten römischen Villen „von“ Dionysos, Theseus und Aion mit ihren hervorragend erhaltenen Mosaikverzierungen. Sie zählen zu den besterhaltenen im gesamten Mittelmeerraum und stellen mythologische Szenen nach, so die Geburt des Achill oder Ganymed wie er vom Adler zum Olymp getragen wird.

Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch der Agia Solomoni Kirche, eine Katakombenstätte aus der frühen Christenzeit. Die Kirche birgt auch einige gut erhaltene Fresken aus dem 12. Jahrhundert. Hier findet man auch einen heiligen Baum, dessen heilende Wirkung dadurch geweckt wird, dass man einen persönlichen Gegenstand an seine Äste hängt.

PelikaZwei Kilometer nordwestlich des Hafens von Paphos taucht man ins 4.Jh.v.Chr. ein und hat die Möglichkeit eine immense Nekropolis (bekannt als die „Königsgräber“) zu erkunden. Zwischen den vielen Säulen und unterirdischen Gängen dieser aus Stein gehauenen Katakomben, lassen sich auch Fresken und nachgebildete Wohnhäuser der verstorbenen Aristokraten finden.

Es wäre natürlich keine Reise nach Paphos vollständig, ohne den berühmten Aphrodite Felsen besucht zu haben. Er liegt nur einen Steinwurf von der Stadt entfernt und bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer. Wer Mut und Energie hat den Felsen zu erklimmen, sieht wie die Wellen am Gestein brechen, schäumen, und vor Urzeiten die Aphrodite gebaren.

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